Tagestipps im Radio

Tagestipps

Sonntag 18:00 Uhr HR2

Feature

Im rasenden Strom | Wie die Elektrifizierung unser Leben verändert hat - Eine (Kultur)Geschichte des Stroms und seiner Nutzung | Günther Wessel Zu Beginn der Elektrifizierung wurden Moderne und Strom gleichgesetzt. Strom hat seitdem die menschliche Zivilisation grundlegend verändert. Heute liegt die Hoffnung auf grüner Elektrizität, mit der Industrie, Verkehr und Wohnen klimaneutral werden.

Sonntag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel. Feature

Freies Spiel zwischen Ost und West Eine sportliche Erkundung im Amt Neuhaus Von Knut Benzner Für Petrijünger ist dieses Örtchen ein kleines Paradies: die Elbe, die Nebenflüsse, Seen, der Fischreichtum. Und ein halbes Dutzend Angelsportvereine - bei 5.000 Einwohnern! Organisiert sowohl im Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern als auch im Anglerverband Niedersachsen. Folge einer beispiellosen deutsch-deutschen Geschichte. Vor 1945 gehörte das Amt Neuhaus zu Hannover; nach 1945, da nördlich der Elbe gelegen, zur DDR. Angeln war, das nebenbei, unmöglich, da die Elbe wegen Fluchtgefahr abgeriegelt war. Nach dem Ende der DDR wollte und konnte das Amt Neuhaus wieder zurück nach Niedersachsen. Längst wird in der Gemeinde nicht nur geangelt. Das sportliche Angebot ist vielfältig und reicht von Football, Turnen und Reiten bis Yoga. Dabei geht die Zahl der Bewohner zurück und eine Brücke zum "Festland" fehlt bis heute. Man nimmt die Fähre.

Sonntag 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel

Das große Heft(1/2) Nach dem gleichnamigen Roman von Ágota Kristóf Mit: Libgart Schwarz, Kristof van Boven Komposition: Martin Schütz Hörspielbearbeitung und Regie: Erik Altorfer (Produktion: Deutschlandfunk/HR/SRF 2021) 19:19 - 20:00 SWR2 Jazz Von Hans-Jürgen Schaal Zu Kriegszeiten werden zwei zehnjährige Brüder von ihrer Mutter zur Großmutter aufs Land gebracht. Armut und Brutalität ausgesetzt, sind sie nun auf sich selbst gestellt. Die Schulen sind geschlossen, und die Großmutter behandelt sie schlechter als ihre Tiere. Die Brüder trainieren physische und psychische Unempfindlichkeit und bringen sich allmählich das Alphabet des Überlebens bei. Ausgezeichnet als Hörspiel des Monats September 2021. (Teil 2, Montag, 3. Oktober 2022, 18.20 Uhr)

Sonntag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Mein hohles Herz singt Lieder der Versammlung Eine Collage, entstanden zur Zeit des körperlichen Abstands Von Hannes Becker, Nina Bussmann, Dmitrij Gawrisch, Maren Kames, Julia Kandzora, Judith Keller, Thomas Köck, Joël László, Jan Schomburg, Kevin Rittberger, Gerhild Steinbuch, Lena Vöcklinghaus Regie: Henri Hüster Mit: Leonie Benesch, Susanne Bredehöft, Bastian Dulisch, Anna Eger, Till Firit, Lukas Gander, Jens Harzer, Mareike Hein, Ingo Tomi, Katharina Hofmann, Sebastian Hufschmidt, Marie Popall, Mateja Meded, Sylvana Seddig, Gabriel Schneider, Julia Franz Richter, Maria Schrader, Lilith Stangenberg, Mervan Ürkmez, Lena Vogt, Jenny Weichert, Genet Zegay Komposition: Max Andrzejewski, Florentin Berger-Monit, Johannes Wernicke, Sophia Kennedy, Andreas Spechtl Ton: Kay Poppe Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: 86"27 Entstanden unter dem Eindruck des ersten Lockdowns ist das Hörspiel heute Zeitzeugnis und zugleich fortlaufende Einladung zum Einander-(Zu)hören. Begonnen hat alles mit einer Stimme, aufgenommen mit dem Handy. Es beginnt mit Ratlosigkeit und dem Gefühl einer echten Ungewissheit, die sich von sonst empfundenen Unsicherheiten radikal unterscheidet. Wer macht wann wieder wo Kunst? Der alleine ist und schreibt und zeichnet? Der zusammen ist in einem Raum und spricht und spielt? Der sich bewegt und andere berührt? Wie schnell vergisst eine Gesellschaft, was sie braucht? Diese Fragen werden untereinander diskutiert und führen zur Ermüdung, denn es gibt ja gerade eine echte Gefahr. Aber was tun wir jetzt? Die Sehnsucht nach Gemeinsamkeit ist größer denn je. Von dieser Zeit zu erzählen, ohne nur von dieser Zeit zu erzählen. Das haben wir uns vorgenommen. Zusammensein, zusammen handeln, das tun auch die, die alleine sind und an die anderen denken. Autorinnen und Autoren schreiben Texte, die aus der schreibenden Einsamkeit heraus einen Raum für eine Gemeinschaft aufmachen. Erzählen als Solidarität: Wir funken Geschichten raus aus der Quarantäne und denken aneinander und denken miteinander nach. Wie können wir uns jetzt versammeln, wenn wir uns nicht versammeln können? Vielleicht beim Zuhören, das ja ohnehin am Anfang steht, wenn man darüber nachdenkt, was es heißt, füreinander da zu sein, solidarisch zu sein miteinander. "Bevor wir angefangen haben zu schreiben, saßen die Bildschirmköpfe von Thomas, Gerhild und mir auch leuchtend in so einem mitternächtlichen Meeting und haben sich im Brustton der Überzeugung gegenseitig versichert, wir würden auf gar keinen Fall irgendwas über Corona schreiben, auf gar keinen Fall. So dass ich beim Schreiben ständig den Kopf schütteln und schmunzeln musste, während es so fast monothematisch aus mir rausgeplätschert ist." (Auszug aus dem Hörspiel, Maren Kames) "Meine Fragen sind: Wer ist noch da, wo sind sie, und mit wem kann ich mich verbünden?" (Dorothee Elmiger) Hörspiel über die Kunst in Zeiten der Isolation Mein hohles Herz singt Lieder der Versammlung Länge: 86:32 Minuten

Sonntag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Selbstlos Von Karin Bellingkrodt Science-Fiction über die Rationierung von Lebenszeit Nicole: Gabrielle Odinis Jules Flegmont: Peter Davor Purmont: Peter Kaghanovitch Patrass: Peter Fricke Mollot: Walter Renneisen Frau Dr. Jumel: Ulrike Bliefert Paarer: Friedhelm Ptok Albert Roquenton: Klaus Herm Suzette Roquenton: Katharina Palm Darbaud: Volker Niederfahrenhorst Wallot: Bernhard Schütz Meurat: Peter Nottmeier Pierre: Andreas Laurenz Maier Ober: Frank Meyer Raymond: Christian Beermann Solange: Agnes Julia Mann Regie: Angeli Backhausen Produktion: WDR 2006

Sonntag 20:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Leben und Sterben eines Utopisten Der Gesellschaftsreformer Rudolf Bahro Von Matthias Eckholdt Produktion: SWR 2004

Sonntag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Freistil

Ministerium der Einsamkeit Eine halbdokumentarische Farce Von Jochen Rack Regie: Stephanie Metzger Produktion: BR 2021 Einsamkeit ist so schädlich wie das Rauchen von 15 Zigaretten am Tag, sagt die Wissenschaft. Einsamkeit verursacht Kosten und bedroht den sozialen Zusammenhalt. Was kann die Politik dagegen tun? Im neu geschaffenen deutschen Einsamkeitsministerium zerbricht man sich den Kopf darüber, wie man die im Koalitionsvertrag definierte Aufgabe, die Einsamkeit in der modernen Gesellschaft zu bekämpfen, in politisches Handeln umsetzen soll. Dem Einsamkeitsminister fehlt die nötige Einsamkeitskompetenz, seine Referenten machen nicht immer überzeugende Vorschläge, und die Lobbyisten der Sozialverbände fordern wie üblich nur mehr Geld. Kann man sich womöglich an der Agenda des britischen Ministeriums für Einsamkeit orientieren? Interdisziplinäre Hearings und Sachverständigen-Kommissionen werden eingesetzt, um die Fragen zu klären: Was ist Einsamkeit überhaupt? Kann man sie mithilfe eines Guten-Miteinander-Gesetzes regulieren? Ist das eigentlich wünschenswert? Ist Einsamkeit wirklich immer schlecht? Im Ministerium kommen Zweifel auf, die entwickelten Ideen finden bei den Betroffenen nicht den erwünschten Anklang. Zeit für den Minister, über einen Rücktritt nachzudenken? Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben. Ministerium der Einsamkeit

Sonntag 22:00 Uhr HR2

Hörspiel-Premiere | 10 Atemzüge - Folge 1 & 2

Sinnlich-feministische Hörspiel-Serie über weibliche Lust im hier und jetzt Ein Stadthaus, vier Etagen und vier Frauen, bei denen die Libido und das Bedürfnis nach Sex in ihren ganz unterschiedlichen Lebensphasen mächtig an die Tür klopft.

Sonntag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Literatur

Ein weißer Fleck Luxemburg auf der literarischen Landkarte Von Andi Hörmann Immerhin vier Landessprachen besitzt Luxemburg. Doch die Literatur des kleinen EU-Landes ist weitgehend unbekannt. Luxemburg ist klein. Von Ost nach West misst es nur gut 50 Kilometer, von Nord nach Süd etwa 80. Das Großherzogtum ist so klein, dass das ganze Land gleich wie die Hauptstadt heißt. Platz genug aber ist für diverse Institutionen und Organe der EU: die Europäische Kommission, der Gerichtshof, die Investitionsbank, der Rechnungshof u. v. m. Raum genug ist auch für gleich vier Landessprachen: Französisch, Deutsch, Englisch und Luxemburgisch. Das kleine Land ist ein linguistischer Schmelztiegel. Die Mehrsprachigkeit der Luxemburger prägt auch die Literatur. Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller wechseln die Sprachen oft mit der Textform. Über die Landesgrenzen hinaus sind die meisten Autorinnen und Autoren kaum bekannt. Luxemburg ist in dem Sinne eine Art Terra incognita, ein weißer Fleck auf der literarischen Landkarte. Zeit, das zu ändern!

Sonntag 23:00 Uhr rbb Kultur

Late Night Jazz

Moderation: Henry Altmann Simin Tander: Jazz auf Paschtu Die deutschafghanische Sängerin Simin Tander ist eine der aufstrebenden Stimmen des jungen europäischen Jazz. In ihrer Musik vermischt sie Eindrücke aus ihrer Gegenwart und ihren mittelöstlichen Wurzeln, so singt sie unter anderem auch in Paschtu, der Sprache ihres verstorbenen Vaters. Elise Landschek im Gespräch mit Simin Tander über ihren musikalischen Brückenschlag nach Afghanistan und über die schwierige Situation befreundeter Musikerinnen und Musiker vor Ort.

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